Warum der faule Gärtner jetzt den besten Boden bekommt und meine liebsten Teerezepte für den Oktober

Aktualisiert: Feb 14

Im Oktober wird es ruhig auf der Terrasse. Zumindest oberflächlich betrachtet. In der Erde hingegen blüht jetzt bis zum Frost das Leben nochmal richtig auf.

Die kleinen Bodenhelfer, die den wunderbaren Humus herstellen, mögen es weder zu heiß noch zu kalt und laufen deswegen jetzt im Herbst zur Höchstform auf. Dies ist ein Grund für mich meine Beete im Herbst so wenig wie möglich zu bearbeiten. Ich schneide nur die unschön verwelkten Pflanzenteile oberflächlich ab, die beim Blick aus dem Fenster störend wirken. Die unterirdischen Wurzel bleiben im Boden und werden bis zum nächsten Frühjahr zu einem großen Teil zersetzt worden sein.

Auch oberirdisch darf das Allermeiste stehen bleiben. Bis zum ersten Frost blühen noch die Ringelblumen und Cosmeen. Wenn sie dann zusammenfallen, dienen sie als Bodendeckung und den kleinen Humusproduzenten als Nahrung.

Ganz wichtig ist es die Erde jetzt nicht offen liegen zu lassen. Eine Gründünnung kann hier sehr gut helfen, man kann aber auch einfach mit etwas abgestorbenem Pflanzenmaterial mulchen. Die Regenwürmer und andere Bodenlebenwesen verwerten jetzt viel organisches Material bevor sie beim ersten Frost in die Winterstarre fallen.


Auch bei meinen Würmer habe ich jetzt das letzte Mal in diesem Jahr vorbei geschaut und konnte zwei Stiegen voll Humus ernten. Diesen habe ich auf den Beeten mit einjährigen Pflanzen verteilt, bei denen sich in den letzten Wochen schon gezeigt hat, dass Nährstoffbedarf besteht.


Noch immer kann ich ab und zu Physalis und Himbeeren ernten. Die schmecken besonders gut von der eigenen Terrasse. Die Tomatenpflanzen habe ich oberirdisch abgeschnitten. Die unreifen grünen Tomaten liegen jetzt im Schlafzimmer zum nachreifen. Das funktioniert aus meiner Erfahrung sehr gut und lässt mich auch in ein paar Wochen noch eigene Tomaten essen.



Bei uns ist jetzt wieder Teezeit. Dafür habe ich meine getrockneten Kräuterschätze vor mir ausgebreitet und meine liebsten Mischungen für verschiedene Anlässe hergestellt.

Diese sind zum Beispiel:


Unser "Guten-Morgen-Tee" mit


10g Jiaogulan - das Unsterblichkeitskraut - ist wirklich unsterblich, wenn man es einmal auf der Terrasse hat... Aber die Chinesen schwören darauf zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens und Unterstützung des Stoffwechsels


5g Zitronenverbene und

5g Minze - efrischen mit der zitronigen und minzigen Noten und bringen Sonne in nebelige Morgen


10g Ringelblumen - haben eine leicht immunstimulierende Wirkung und geben dem Tee einen angenehm blumigen Geschmack.

Außerdem unser "Erkältungstee" mit


25g Hagebutten - haben ja bekanntlich sehr viel Vitamin C, geben dem Tee eine schöne Farbe und einen angenehmen Geschmack. Zudem ist mein wunderschöner Türkranz jetzt so vertrocknet, dass ich ihm eine andere Bestimmung gegeben habe: die getrockneten Hagebutten wurden zu Tee verarbeitet und den Lavendel werde ich im Winter wohl verräuchern. Ich freu mich schon drauf.


20g Salbei - sind gut gegen Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum


5g Thymian - wirken schleimlösend und


5g Spitzwegerich - helfen mit Vitamin C, Schleim- und Gerbstoffen gegen Husten und wirken stärkend für den gesamten Organismus

Und zu guter Letzt noch mein liebster "Frauentee" mit


10g Rosenblättern - die einhüllen und beschützen,


10g Lavendel - die beruhigen und entspannen und


10g Schafgarbe - die regulierend wirken bei Menstruationsbeschwerden, die Mitte stärken und sogar noch die Fettverbrennung fördern.



Hast du schonmal Schafgarbe als Tee ausprobiert? Was ist dein liebstes Teeritual?


Alles Liebe Katharina



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