1001 Mitbewohner - meine Erfahrungen mit der Wurmkiste

Aktualisiert: März 8

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2012 stand meine Mutter als Überraschungsbesucher aus Deutschland zu meinem Geburtstag vor meiner Haustür in Wien und hatte eine Kiste Würmer samt Wurmkomposter im Gepäck. Damals hatte ich noch nie davon gehört und auch keine Ahnung, wie meine Mutter auf diese Idee kam. Aber liebenswert und verrückt wie sie ist, hatte sie die Kiste samt Würmer im Nachtzug nach Wien transportiert und den Mitreisenden wohlweislich erst bei der Ankunft in der Früh ihre Neugier über den Inhalt der großen Pakete gestillt. Das Geschenk direkt nach Wien liefern zu lassen wäre laut meiner Mama keine Option gewesen, weil wo bliebe da die Überraschung, wenn sie vor der Tür steht?

Seither sind meine Kompostwürmer meine liebsten Haustiere geworden. Sie produzieren zuverlässig und ohne Anstrengung hervorragenden Flüssigdünger und Kompost für meine Terrassenbepflanzung. Durch die Aufwertung der Trogerde mit Wurmkompost muss ich keine Erde austauschen und wegwerfen, sondern erhalte mir ein lebendiges Bodenleben in allen Töpfen. Bei Starkzehrern dünge ich zusätzlich mit Pferdemist, außerdem verwende ich Urgesteinsmehl, aber abgesehen davon brauche ich nichts weiter für einen schönen Terrassengarten.

Bisher sind sie mir auch nur einmal so richtig ausgebüchst, und zwar gleich im ersten Winter. Vor lauter Sorge um meine neuen Mitbewohner habe ich sie bei den ersten Anzeichen von Frost in die Wohnung geholt. Diesen plötzlichen Temperatursprung hat aber der Inhalt der Wurmkiste nicht gut verkraftet und ist gekippt. Es hat plötzlich angefangen zu riechen und die Würmer haben sich sichtlich unwohl gefühlt. In der Nacht, als das Licht aus war, sind ein paar rausgekrabbelt auf der Suche nach einem besseren Zuhause (aber nie weit gekommen). Seither haben sie striktes Hausverbot und verbringen auch den ganzen Winter an einer geschützten Stelle auf der Terrasse. In der Regel sind die Temperaturen im Winter kein Problem für die Würmer. Sie stellen ihre Tätigkeit ein und fallen in eine Art Winterstarre. Zwei Winter waren seit 2012 jedoch so ausdauernd kalt, dass sie doch erfroren sind. In dem Fall habe ich im Frühjahr Neue bestellt (z.b. bei Vermigrand - Produktion in Absdorf am Wagram - Lieferung ganz bequem mit der Post). Alle anderen Winter waren nicht so kalt. Das überleben sie problemlos.

Die Pflege der Würmer ist wirklich einfach. 3-4 mal im Jahr kann ich den Kompost ernten. Das heißt, dass mindestens 2 der 3 Stiegen soweit kompostiert sind, dass ich die Erde entnehmen kann. Dabei wandern immer auch ein paar Würmer mit ins Beet, das macht aber gar nichts. Wenn ich den frischen Kompost verteile, räume ich in der Regel gleich die Beete auf. Ich habe also jede Menge abgestorbene Pflanzenteile, die dann gleich wieder als frisches Futter in die freigewordenen Stiegen kommen.

Den Rest der Zeit gebe ich frische Küchenabfälle einfach oben drauf. Ist eine Stiege voll, wandert sie nach unten, da die Würmer am liebsten dort fressen, wo es dunkel und feucht ist. Die unteren Stiegen werden also immer besser verwertet als die Oberste. Die Würmer bekommen bei mir fast ausschließlich vegane Rohkost zusätzlich zu den Terrassenabfällen. Bei dieser Fütterung habe ich keine Probleme mit Geruch oder Fliegen. Sollte es doch mal ein bisschen riechen, oder zu viele kleine Fliegen da sein, kann man die oberste Stiege einfach nach unten geben. Wenn die frischen Abfälle gut mit Erde bedeckt und im System eingebettet sind reguliert es sich sofort wieder von ganz allein.


Hast du auch schon überlegt dir einen Wurmkomposter zuzulegen? Hast du noch Fragen zum System?


Alles Liebe

Katharina


PS: Ich werde in keiner Weise für diese Geschichte bezahlt. Da ich aber aus voller Überzeugung die Homepage verlinkt habe, bei der ich Kompostwürmer und Zubehör bestelle (und in vollem Umfang bezahle), muss ich Werbung drüber schreiben.

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