Regionale Bioöle aus dem Marchfeld von 14er-Öle

Auf der Suche nach regionalen Produkten für meine Naturkosmetik bin ich vor kurzem über die 14er Öle aus dem Marchfeld gestolpert. Witzigerweise habe ich sie auf dem Hamburger Blog und Instagram-Account von Tobias Kahrmann entdeckt. Manchmal braucht es zwei Ecken um zu entdecken, was eigentlich so nah liegt.

Sonnenblumen

Die 14er Öle sind ein kleiner Biobetrieb in Baumgarten an der March, mitten in der sogenannten Kornkammer Österreichs. Die Saaten für ihre kaltgepressten Speiseöle stammen ausschließlich aus eigenem Anbau. Trocknung, Pressung, Abfüllung und Beschriftung all ihrer Öle erfolgt in Handarbeit auf dem Hof.

Sebastian und Katharina Hansi

Als ich sie besucht habe, hat uns Sebastians Schwester Katharina durch den Betrieb geführt und auch die Felder gezeigt. Als ich den wunderschönen grünen Innenhof betreten habe, habe ich mich gleich ein bisschen wie zu Hause gefühlt. Hatten meine Großeltern doch einen ganz ähnlichen Hof. Auch meine beiden Kids wollten sich am liebsten nicht mehr von der Schaukel im Hof trennen. Wir sind dann aber doch noch raus auf die Felder um uns wirklich alles anschauen zu können.

Sebastian Hansi bewirtschaftet seine Felder nach der uralten Methode der Dammkultur. Das heißt, er lässt die Feldfrucht etwas erhöht auf kleinen Dämmen wachsen. So kann Wasser besser gespeichert werden, als in der herkömmlich, flachen Bewirtschaftungsweise. Dies spart nicht nur jede Menge Wasser, sondern fördert auch das Bodenleben und damit die Biodiversität.


Für seine kaltgepressten Öle kultiviert er Sonnenblume, Soja, Nachtkerze, Schwarzkümmel und Hanf. Ein Teil davon wird direkt für Sonnentor produziert, und den Rest verarbeitet die Familie Hansi auf ihrem Hof in Handarbeit zu kaltgepressten Bioölen. Alle Öle sind als Speiseöle deklariert, aber auch hervorragend in der Naturkosmetik geeignet.

Keimprobe bei Sojasprossen

Sojaöl zum Beispiel zieht sehr gut ein und wirkt zellregenerativ, weswegen ich es in meiner Gesichtspflege liebe. Es hat eine leicht emulgierende Wirkung, was hervorragend als Basis für mein Nachtöl, oder in meinem Körperöl ist. Sojaöl sollte allerdings immer und unbedingt aus heimischem Bioanbau bezogen werden. Konventionelle Ware stammt häufig aus Übersee und ist gentechnisch verändert. Bezieht man es vom Bauern nebenan tut man sogar noch etwas für die Bodengesundheit. Soja speichert, wie die meisten Leguminosen (Bohnen, Erbsen, etc.), Stickstoff im Boden und macht ihn so wieder fruchtbar. Es ist also nicht nur ein tolles, zellschützendes Öl in der Naturkosmetik und hochwertiger Eiweißlieferant in der Ernährung, sondern auch ein wichtiger Bestandteil in der Fruchtfolge um die Bodengesundheit langfristig zu erhalten.


Nachtkerzenöl ist ein sehr wertvolles Wirkstofföl, dass traditionell bei von Neurodermitis geplagter Haut Anwendung findet. Es wirkt regenerativ, dringt gut ein und verbessert das Feuchthaltevermögen der Haut.


Schwarzkümmelöl hat einen äußerst gewöhnungsbedürftigen Geruch und Geschmack, ist aber um so wirkungsvoller. Es hat eine antiallergische, entzündungshemmende Wirkung und soll innerlich bei Heuschnupfen helfen, das habe ich aber noch nicht getestet. Auch in der Naturkosmetik ist es hervorragend bei pflegebedürftiger Haut und Hautunreinheiten, verleiht Haaren Kraft, Stabilität und Glanz und soll bei Haustieren Zecken fern halten.

junge Hanfpflanzen

Hanföl liebe ich schon lange in meiner Handcreme wegen seiner stark zellerneuernden und regenerierenden Eigenschaften. Außerdem ist es ein äußerst wertvolles Speiseöl im Salat.


In den nächsten Wochen werde ich die 14er Öle im Detail testen und euch weiter berichten. Bestellen könnt ihr sie in der Zwischenzeit zum Beispiel bei www.bauernladen.at oder direkt bei der Familie Hansi über ihren Facebookauftritt.


Alles Liebe,

Katharina



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