Wie mir Bienen mal das Leben retteten und warum ich jetzt immer Bienenwaben esse.

Aktualisiert: Feb 28

Dies ist ein persönlicher Erfahrungsbericht und ersetzt in keiner Weise den Gang zum Arzt. Zudem muss ich Werbung drüber schreiben, da ich meine Bezugsquellen nenne. Dies wurde aber in keiner Weise beauftragt oder bezahlt.


Im Sommer 2012 war ich ständig krank. Immer wieder plagte mich ein fürchterlicher Schnupfen, Halsweh, die Augen tränten und Niesen musste ich auch die ganze Zeit. Kaum ging es mir ein bisschen besser und ich wagte mich wieder vor die Tür, da ging es schon von Neuem los. Es hat sicher 4 Wochen gedauert bis ich endlich auf die Idee kam einen Allergietest zu machen und Tadaa: ich hatte mir ganz plötzlich eine ordentliche Allergie gegen Beifuß und diverse Pollen eingefangen. Da saß ich nun mit Taschentuch und zugeschwollener Nase und wusste nicht, wie ich die Hauptblütezeit, Juli und August, überleben sollte. So jedenfalls nicht. Der Arzt verschrieb mir zwei verschiedene Antihistaminika. Eine Tablette in der Früh und eine am Abend. Ich nahm sie dankbar an, denn so ging es nicht weiter, merkte aber schnell, dass die auch ihre Grenzen haben. Ich war dauernd müde und meinen Heuschnupfen konnten sie doch nur zu circa 50% lindern. Aber immerhin.

Da fiel mir ein antiquarisches Buch meiner Schwiegermutter in die Hände. Darin beschreibt ein Vermonter Arzt ausführlich die heilbringenden Eigenschaften von Bienenhonig, vor allem in Form der ganzen Wabe. Ich war so verzweifelt, mir war schon alles egal. Bei uns im Bio-Supermarkt entdeckte ich ein kleines Glas Bienenhonig, in dem ein Stückchen Wabe schwamm. Das wollte ich jetzt ausprobieren. Zu Hause kaute ich auf der Wabe rum und dieses Gefühl werde ich nie vergessen. In dem Moment öffnete sich meine verstopfte Nase und ich konnte wieder atmen. Das Halsweh war auch sofort weg. Es klingt vielleicht ein bisschen unglaublich, aber bei mir war es wirklich so.

Seither besorge ich mir jedes Jahr im Frühling ein bis zwei vollständige Waben von einem Imker bei uns in der Nähe. Die Wabe lässt sich leicht zerschneiden und in eine Vorratsdose füllen. Ich esse sie in meiner Allergiesaison von ca. Mai-August mehrmals pro Woche circa einen Esslöffel zum Frühstück aufs Brot, im Müsli oder im Milchshake oder wo auch immer. Auf dem Wachs kann man herumkauen wie Kaugummi, oder es direkt mit dem Brot verspeisen oder auch einfach wieder ausspucken. Das Wachs wird in unserem Körper nicht verstoffwechselt. Trotzdem kann ich für mich sagen, dass es effektiver ist die ganze Wabe zu essen, als nur den Honig.


Mittlerweile habe ich gelernt, worauf es für mich in der Allergieprävention ankommt: Für meine Gesundheit ist es wichtig regelmäßig regionalen Honig zu Essen. Das heißt Honig aus Österreich, am Besten von einem Imker in der Nähe, aber Österreich tut´s schon. Ich esse ihn roh, denn ab 40°C verliert er viele seiner wertvollen Inhaltsstoffe. In der Allergiesaison esse ich zusätzlich die Honigwabe. Seitdem brauche ich keine Tabletten mehr.

Mittlerweile hat sich meine Allergie auch soweit beruhigt, dass ich mich traue ohne Honigwabe im Gepäck in den Sommerurlaub zu fahren. Das war nicht immer so. Ab und zu spüre ich die Allergie noch als Kratzen im Hals oder einen plötzlichen Niesanfall. Manchmal kommt das für mich aus heiterem Himmel. Häufiger beim Kräutersammeln, besonders natürlich, wenn ich Beifuß sammle. Aber noch immer geht es sofort weg, wenn ich Bienenwaben esse. Es fasziniert mich nach wie vor.


Bienenwaben bekommt man mittlerweile bei fast allen Imkern. Ich kaufe meistens bei den Stadtimkern, bei Apis-Z habe ich auch gerade welche entdeckt. Bei Wald und Wiese in der Neubaugasse gibt es meines Wissens nach auch ein kleines Glas mit Bienenwabe, wie ich es damals zum Probieren aus dem Biomarkt hatte. Dort wurde ich auch schon sehr nett zur Api-Therapie beraten.

Wichtig ist auf Qualität zu achten. Das Bienenwachs befindet sich normalerweise in einem ständigen Kreislauf und wird immer wieder eingeschmolzen und zur Herstellung der Wachsplatten verwendet, auf denen die Bienen dann ihre Waben bauen. Das ist richtig und gut so, kann aber bei schlechter Qualität des Bienenwachses dazu führen, dass sich auch Schadstoffe im Wachs ansammeln. Es lohnt sich also hier für Bio-Qualität zu zahlen.


Bist du auch allergiegeplagt? Was sind deine Tricks um die Saison zu überleben?


Alles Liebe

Katharina

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