Seifen sieden ohne Palmöl
- Katharina rührt

- 15. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 7 Tagen
Oder: Ist Kokosöl wirklich besser als Palmöl in der selbstgemachten Seife?
Vor kurzem hatte ich einen Kommentar zu meinem Onlinekurs Seife sieden, der mich sehr gefreut hat. Es ging dabei um das Seife sieden ohne Palmöl. Aber lies selbst:

Gefreut hat er mich, weil ich es für unendlich wichtig halte heutzutage alles zu hinterfragen und ich sehr dankbar bin, wenn ihr das so offen und wertschätzend tut.
Hier ist meine Antwort dazu:
Liebe LeserIn,
Vielen Dank für deine Frage. Du hast vollkommen recht, dass, wenn wir die weltweit intensive Nutzung von Palmöl einfach durch Kokosöl ersetzen das Problem nicht lösen, sondern sogar verschlimmern.
Deswegen achte ich in meinen Naturkosmetik- und Seifenrezepten wo es nur geht auf die Verwendung regionaler Bio-Öle.
Zu deiner Frage, welches Fett Palmöl in der Seife ersetzen kann, muss ich kurz ausholen:
Palmöl wird so gerne in Seifen verwendet, weil es der Seife einen herrlichen Schaum gibt und gute Festigkeit verleiht. Das können nicht viele Öle.
Eine Seife mit Palmöl aus nachhaltigem Anbau kann daher ökologisch nachhaltig sein, da sie lange hält und eine hervorragende Qualität hat.
Eine Seife mit Palmöl würde ich deswegen trotzdem nicht sieden, da es gar nicht so leicht ist ökologisch nachhaltig produziertes Palmöl einzukaufen.
Häufig wird Palmöl aus fraglichen Quellen genutzt weil es günstig ist und sich super industriell verarbeiten lässt.
Ich verzichte daher bewusst auf diesen Rohstoff. Nicht weil er per se schlecht ist, sondern weil er in umweltfreundlicher Qualität schwer zu bekommen ist.
In meinem Onlinekurs "Naturseifen sieden" kläre ich mit Leidenschaft über dieses Thema auf und zeige nachhaltige Alternativen auf.

Also kurz zusammengefasst: Palmöl macht hervorragende Seifen und ist deswegen so beliebt.
Wie kann ich Seife sieden ohne Palmöl?
Palmöl ist ein Schaumfett. Und davon haben wir im pflanzlichen Bereich nicht sehr viele. Weitere pflanzliche Schaumfette sind Babassuöl und Kokosöl.
Weitere Alternativen gibt es nur im tierischen Bereich. In unserer Kulturregion wurden Seifen früher vorrangig aus Rindertalg gemacht. Dies war früher leicht und in guter Qualität verfügbar und hat sich daher hervorragend zur Seifenproduktion geeignet.
Reine Rindertalgseifen sind hart und glänzend, haben eine angenehme Haptik, einen tollen Schaum und reinigen hervorragend. Übrigens ist auch Straußenfett etwas ganz Besonderes. Nicht nur in Seifen, auch als Salbengrundlage für Neurodermitiker und zudem über Straußenfarmen in Österreich regional beziehbar. Aber ich schweife ab.
Also: regionale Alternativen zu Palm- oder Kokosöl sind vor allem tierische Fette wie Rindertalg und Straußenfett.
Dies thematisiere ich in meinem Seife sieden Onlinekurs. Arbeiten tun wir jedoch mit Kokosöl und weiteren Ölen, die im Supermarkt oder regionalem Handel verfügbar sind.
Denn das ist mir wichtig: du sollst einfach mit dem selber machen starten können. Und das geht nur, wenn die Zutaten für dich leicht und in guter Qualität verfügbar sind.
Kokosöl ist in hervorragender Bio-Qualität und aus verantwortungsvollem Anbau bei uns in den allermeisten Supermärkten erhältlich. Deswegen habe ich mich dafür entschieden.
Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten. Ansonsten melde dich gerne nochmal.
Alles Liebe,
Katharina
Meinen Onlinekurs Seife sieden findest du zum gleich mitmachen übrigens hier: Naturseife sieden (Klick).
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