Mein umweltfreundliches Waschmittel - so geht´s

Aktualisiert: März 19

Das Waschmittel selber zu machen kam bei mir eigentlich mit dem Seifensieden. Als ich meine eigene Seife machen konnte, hat sich mir nicht mehr erschlossen, warum ich noch Waschmittel kaufen soll. Zu Beginn habe ich sogar meine Kernseife selber gemacht. Das hat irgendwann zum Glück wieder aufgehört. Vor allem, nachdem ich eine wirklich gute Alternative zu Kernseife mit Palmöl gefunden hatte. Aber dazu später mehr.


Nun aber erstmal grundsätzlich zum Waschmittel.

Mit diesem selbstgemachten Waschmittel wasche ich nun seit deutlich mehr als einem Jahr unsere gesamte Wäsche. Auch die guten weißen Hemden meines Mannes und auch die schokoverschmierten Leiberl meiner Kids. Nur bitte keine Stoffe tierischen Ursprungs wie Wolle und Seide. Diese Stoffe vertragen das Soda im Waschmittel nicht gut und sollten daher anders behandelt werden.

Das Rezept ist so einfach, dass ich es easy nebenher am Herd machen kann. Man kann nicht viel falsch machen und auf eine grammgenaue Umsetzung kommt es hier, im Gegensatz zu Kosmetikprodukten, nicht an.

Rezept Waschmittel selber machen

Für mein Universalwaschmittel (außer Wolle und Seide) brauchst du:

2l Wasser aufkochen und

30g Kernseife sowie

4 EL Soda drinnen auflösen. Fertig.

Je nach Wasserhärte und Verschmutzung verwende ich 150-200ml dieses Waschmittels je Waschgang und gebe es direkt zur Wäsche in die Maschine. In das Weichspülerfach der Waschmaschine gebe ich einen Schuss Tafelessig als Weichspüler dazu. Mehr braucht es für einen normalen Waschgang nicht.


Bei rein weißer Wäsche gebe ich gerne einen Esslöffel Sauerstoffbleiche in das Waschmittelfach der Maschine. Das hilft sehr gut gegen vergrauen. Bei Temperaturen von unter 60°C braucht man häufig noch eine Prise Zitronensäure um die volle Kraft der Sauerstoffbleiche entwickeln zu können.

Alternativen zur Sauerstoffbleiche sind Zitronensäure oder Natron.

Wenn man mit selbstgemachtem Waschmittel wäscht, wird Maschinenpflege sehr wichtig (sonst eigentlich eh auch, aber gut). Das heißt, ich wasche mindestens wöchentlich bei 60°C (Bettwäsche, Fetzen, Küchentücher, etc.), mindestens monatlich bei 90°C und auch gerne ab und zu eine leere 90°C-Maschine zum durchputzen. Außerdem regelmäßig die Dichtungen und das Flusensieb säubern, etc. Man kennt das.


Eine Kernseife ohne Palmöl zu finden ist auch im Biomarkt eine Herausforderung. Ein Grund dafür ist, dass Palmöl einfach ein gutes Seifenfett ist, aber das ist eine andere Geschichte, die ich hier schonmal erzählt habe. Ich wollte es trotzdem nicht in meinem selbstgemachtem Waschmittel haben und habe deswegen die erste Zeit sogar meine Kernseife selber gemacht. Irgendwann bin ich dann zum Glück auf die Kernseife von Patounis gestoßen, die nur aus Oliventresteröl, Wasser und NaOH besteht. Puristischer geht es nicht und ein großes Plus ist, dass sie bereits als Flocken daher kommt. Man muss also nichts reiben.


Das verwendete Soda ist ein natürlich vorkommendes Salz und ein wahrer Putz-Alleskönner. Von eingebrannten Pfannen bis vergrauten Gartenmöbeln bekommt man damit alles sauber. Nur einatmen sollte man es nicht, da es Haut, Augen und Atemwege reizen kann. Wenn ich mal wieder zu stürmisch unterwegs bin, muss ich davon ganz schön niesen.


Sauerstoffbleiche verwende ich wirklich nur nach Bedarf und nur bei rein weißer Wäsche. Es ist stark alkalisch und reizend. Also hiermit bitte Vorsicht, aber es ist definitiv umweltfreundlicher als alles, was in herkömmlichen Waschmitteln so Verwendung findet. Richtig gut wirkt es ab Temperaturen von 60°C. Bei niedrigeren Temperaturen braucht es einen Aktivator. Eine Prise Zitronensäure reicht dafür schon. Einige Produkte haben diesen Aktivator schon eingebaut. Auf der Verpackung steht dann, dass die Sauerstoffbleiche auch bei niedrigen Temperaturen wirksam ist.

Ganz viele weitere Rezepte und Tipps zu nachhaltigen Reinigungsmitteln gibt es übrigens in meinem Workshop Zero Waste im Putzschrank.


Alles Liebe,

Katharina

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